Online-Ratgeber - HNO

Ratgeber

 

Ihre Fragen – unsere Antworten zum Online-Ratgeber – HNO

Immer wieder stellen Patienten im NSZ-Tirol ähnliche Fragen. Erfahren Sie in unserem Online-Ratgeber wie Ihnen bei verstopfter Nase, Entzündungen, Allergie und Schnarchkrankheit geholfen werden kann.

1. Haben Sie das Gefühl einer ständigen verstopften bzw. blockierten Nasenatmung?

Dann gibt es jetzt endlich eine medizinische Innovation, die Coblation, ein Verfahren, das schnell, effektiv und anhaltend Ihre ständig verstopfte Nase befreit. Die Ursachen der Atmungsbehinderung sind in erster Linie Entzündungen und Allergien, übermäßige lokale Therapien mit Nasensprays, angeborene und erworbene Fehlbildungen der Nase. Die so genannte Nasenmuschel-Coblation wird ohne Einsatz von Chemikalien mit Hilfe von nadelförmigen Instrumenten mittels Radiofrequenz durchgeführt. Der Eingriff erfolgt entweder in Kurznarkose oder in Lokalanästhesie und dauert rund 15 bis 30 Minuten. Bereits nach wenigen Tagen kann der Patient deutlich besser atmen, nach ein bis zwei Wochen kommt es zu einer anhaltenden Befreiung der Nasenatmung.

Die Therapie wird auch zur Verbesserung der Nasenatmung bei Sportlern durchgeführt. Viele medizinische Untersuchungen haben gezeigt, auch die Leistungsfähigkeit bei Ausdauersportarten durch eine verbesserte Nasenatmung erhöht werden kann.

2. Rezidivierende Nasennebenhöhlen-Entzündungen

Ursachen der rezidivierenden Nasennebenhölen (NNH)-Entzündungen sind oft erblich bedingte Fehlformationen des sensiblen Kieferhöhlen-Siebbeinsystems bzw. rezidivierende Entzündungen, die zu Verklebungen des lufthältigen Drainagesystems führen können. Begünstigend sind weiters virale, bakterielle, allergische und immunologische Faktoren, die zu Polypenbildungen führen können. Darüber hinaus können Deformitäten der Nasenscheidewand, Nasenmuschelvergrößerungen, Nasenbeintraumen, Pilzerkrankungen für eine Nasennebenhöhlen-Entzündung verantwortlich sein.

Nach genauer HNO-Anamnese, Abklärung mittels CT, eventueller Magnetresonanz-Tomographie und beispielsweise eines Tests, ob eine Allergie vorliegt, kann eine konservative und meist auch operative Therapie erfolgen.

3. Schnarchen stört den Bettpartner!

Die Zahl der Patienten, die einen HNO-Arzt wegen schlafraubender Nächte durch schnarchende Bettpartner aufsuchen, nimmt immer mehr zu.

Gründe fürs Schnarchen sind:

  • späte Hauptmahlzeiten
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Alter
  • Geschlecht (Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen)
  • Allergien
  • Gaumensegel-Vergrößerungen
  • Gaumenmandel-Verdickungen
  • Zungen- und Kieferfehlstellungen
  • Asthma
  • Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre
  • etc.

 

Therapieziel ist eine exakte interdisziplinäre Abklärung und Beratung (HNO, Schlaflabor, Lunge, Innere Medizin, usf.).
Meist kann eine bereits einfache Lebensstiländerung eine deutliche Verbesserung bewirken.
Wir beraten Sie gerne über verschiedenste zeitgemäße Therapieverfahren.

Lebensstiländerung

Die goldenen Regeln für ein gesundes Leben – zusammengefasst von Dr. Thomas Mihatsch.

4. Schnarchen und Atemaussetzer – wie gefährlich ist das?

Bereits 4 bis 10 Prozent der Männer und 2 bis 6 Prozent der Frauen haben Atemstillstände – so genannte Apnoen. Die Ursachen sind äußerst komplex und müssen fachärztlich bzw. interdisziplinär abgeklärt werden. Es besteht die Gefahr chronischer Sauerstoffunterversorgung des Herzens bzw. des Gehirns. Diese können bei nichtbehandelten Apnoen zu einem plötzlichen Hirninfarkt oder Herzinfarkt bzw. Schlaganfall führen. Bei Risikopatienten wird eine Schlaflaboruntersuchung durchgeführt.

Therapieziel ist:

Der HNO-Arzt stellt endoskopisch fest, ob in seinem Bereich Atemwegsblockierungen vorliegen. Bei positivem Befund wird ein Therapieplan erstellt und je nach Schweregrad der mechanischen Obstruktion bzw. des Schlaflabor-Befundes eine Operation vorgeschlagen. Es werden die Richtlinien der europäischen und der amerikanischen Schlafforschung herangezogen. Näheres unter Coblation.

5. Mein Kind schnarcht, hat öfters Mittelohrentzündungen!

Auch bei Kindern können ab dem dritten Lebensjahr Schnarch- bzw. Schlafprobleme auftreten. Die Ursachen sind meistens auf eine Hyperplasie (Vergrößerung) des Gaumen –und Rachenmandelgewebes zurückzuführen (z.B. Kissing tonsills). Nächtliche Atemnot führt zu chronischer Morgen- und Tagesmüdigkeit. Durch die chronische Sauerstoffuntersuchung kann es zu Herzentwicklungsstörungen kommen.

Therapieziel ist:

Exakte HNO-ärztliche und kinderfachärztliche Abklärung, Schlaf-Apnoe-Screening bei Kindern, evtl. operative Sanierung der Gaumen- und Rachenmandeln. Coblation: Durch dieses Verfahren kann auch erstmals Gaumenmandelgewebe belassen werden (Tonsillotomie), was sich auf die lokale Immunabwehr im Nasen-Rachen-Raum positiv auswirkt.

6. Sekundenschlaf beim Autofahren!

Plötzliches Einnicken beim Autofahren ist nicht nur auf einen Ermüdungszustand durch zu viel Arbeit, Stress oder vermehrtes Essen zurückzuführen, sondern sollte den Betroffenen Anlass geben, sich auf unerkannte, nächtliche Atemstörungen untersuchen zu lassen.
Schnarchen und Atemaussetzer.

7. Erhöhter Blutdruck

Erhöhter Blutdruck bei Schnarchpatienten sollte dringend interdisziplinär (Innere Medizin, HNO, Lunge, Schlaf-Apnoe-Screening, bzw. im Schlaflabor) abgeklärt werden. Grund: sehr komplex, Gefäße reagieren offensichtlich auf eine chronische Sauerstoffunterversorgung durch Intima-Verdickung (Gefäßwandveränderung). Durch eine minimalinvasive Coblationsbehandlung kann die Sauerstoffaufnahme über den Nasenrachenbereich verbessert werden.

Schlaf-Apnoe-Screening

8. Reflux und Heiserkeit bzw. Asthma. (Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre)

Refluxassoziierte Erkrankungen werden unter dem Begriff GERD (Gastro-oesophageal-Reflux-Desease) zusammengefasst und im HNO-Bereich meistens durch das Symptom Heiserkeit und Schnarchen in der Differenzialdiagnose berücksichtigt. Dazu kommt noch unterkanntes Asthma, das durch zuviel Magensäure ausgelöst werden kann. Die Ursachen reichen von einer unvernünftigen Ernährung, Übergewicht, Alkohol, Nikotin und Stress.

Exakte Diätberatung, Gewichts- und Stressreduktion führen meistens zu einer erheblichen Verbesserung Reduktion der Beschwerden.

9. Sind Sie ein Fall fürs Schlaflabor?

Viele Menschen stellen sich die Frage: „Gehöre ich ins Schlaflabor?“)Beantworten Sie die 12 folgenden Punkte, die unsere Ärzte Dr. Jörg Duftner und Dr. Thomas Mihatsch für Sie zusammengestellt haben.

  1. Wurde bei Ihnen Schnarchen beobachtet? (Außenanamnese durch Bettpartner)
  2. Wurden auch Atemaussetzer beobachtet? (Außenanamnese durch Bettpartner)
  3. Leiden Sie unter Morgenmüdigkeit? Ist der Schlaf erholsam?
  4. Leiden Sie unter Tagesmüdigkeit oder schlafen Sie bei monotonen Tätigkeiten wie Fernsehen, Lesen, Kino, Theater etc. ein?
  5. Haben Sie Gewichtsschwankungen (tendentiell nach oben)?
  6. Verspüren Sie Unruhe in den Beinen ? Insbesondere am Abend und unter der warmen Bettdecke?
  7. Leiden Sie unter Depression oder bestehen diese im Verdacht?
  8. Nehmen Sie Schlafmedikation oder Diabetesmedikation? Ist der Blutdruck schwer einstellbar – insbesondere am Morgen?
  9. Hatten Sie bereits Sekundenschlaf beim Autofahren? Oder zumindest starke Müdigkeit? Neigen Sie zum Einschlafen als Beifahrer?
  10. Wann und wie viel essen Sie zu Abend? Neigen Sie zu regelmäßigem abendlichen Alkoholkonsum (auch in kleinen Mengen)? Sind Sie Raucher?
  11. Haben Sie eine chronisch behinderte Nasenatmung bzw. neigen Sie immer wieder zu Nasennebenhöhlenentzündungen?
  12. Haben Sie das Gefühl eines Fremdkörpers im Hals (Close-Gefühl) bzw. auch klappenartige Geräusche des Gaumensegels beim Einschlafen?

Sind Ihre Antworten überwiegend mit „JA“ ausgefallen, so wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Gerne beantworten wir Ihnen Ihre Fragen in unserer Ordination.

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